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Birgit Brandis
Strata

14. August – 18. September 2012




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Gerasterte Metalloberflächen in rostigen Brauntönen, wie unten am Hafen oder eine stilisierte Agave wie eine Supernova im Weltraum. Tausende Meilen unter der Meeresoberfläche oder inmitten floraler Triebe wie auf Wandverkleidungen Victor Hortas. Die Arbeiten von Birgit Brandis (*1976 in Heidelberg) sind offensichtlich abstrakt, aber in hohem Maße assoziativ und bewegen sich zwischen den Grenzen von Fläche und Raum.

Technische Variationen von Druckverfahren spielen dabei auf unterschiedliche Weise mit kunsthistorischen Strömungen und den Wahrnehmungsprinzipien des Betrachters. So scheinen übereinanderliegende Linien an Formerfindungen des Action Painting zu erinnern, sind hier jedoch keinesfalls Spuren impulsiver Schöpferkraft, sondern in zeitraubender Kleinarbeit aus dem Druckstock geschnitzt. Die mehrfach, in unterschiedlichen Farbabstufungen übereinander gedruckten Motive führen so von der abstrakten Flächigkeit in die Tiefe.

Der Titel der Ausstellung Strata (lat.: Schichten) wird als Begriff in der archäologischen Forschung verwendet um unterschiedliche Ausgrabungsschichten zu klassifizieren, geologische oder historische Ablagerungen der Zeit im Raum. Diese Vielzahl von Schichten ist auch in Brandis Werk immer erfahrbar und verweist so auf den Arbeitsprozess selbst. Diesem Gedanken folgend sind ihre Arbeiten als poetische Karten lesbar, in denen die Legende entfernt wurde: Farben und Formen decken unergründliche (zeitliche und räumliche) Ebenen auf, analytisch aber gleichzeitig ohne Inhalt oder Bedeutung.

Der Katalog Birgit Brandis - Portfolio No. 1 ist anlässlich des Graphikpreises der Griffelkunst erschienen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Galerie.