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Friedrich Einhoff
Dunkelkammer

25. September – 6. November 2012




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„Friedrich Einhoffs Malerei lässt sich als subtile Weiterentwicklung zentraler Errungenschaften der Moderne beschreiben: einerseits stehen die menschliche Figur, ihre formale Reduktion und ihr Ausdruck im Mittelpunkt seines Werkes. Andererseits spielen stets Elemente eine Rolle, die nicht unmittelbar gegenständlich lesbar sind. Amorphe Formen können als Ausdehnungen auf der Fläche, aber auch als Abstraktionen von Körperformen aufgefasst werden.

Einhoffs, von immer wieder ein Tasten und Suchen ausdrückenden Konturen und Linien ausgehende Malerei ist farblich sehr zurückhaltend. Graue und braune Töne dominieren; koloristische Akzente sind sehr sparsam gesetzt. Auch bei großformatigen Bildern ist die Nähe zum Zeichnerischen und Grafischen spürbar. Größere Partien, bei denen aufgetragene Farbe wieder weggenommen wurde, erinnern an die krisselige Struktur von Flächenätzungen bei Radierungen.

Die dominierenden Schlieren, Schatten und Abreibungen erinnern an Bilder, die Wasser-, Brand- oder andere Schäden erlitten haben. So stellt Einhoffs Vorgehen auch präzise heraus, was ein gemaltes Bild und eine (analoge) Fotografie auf der Materialebene gemeinsam haben: Es sind Oberflächen, die mit Substanzen bedeckt sind, die sich mit der Zeit verändern können. Der Titel der Ausstellung Dunkelkammer verweist wiederum auf diesen Prozess künstlerischen Schaffens.“ (Text nach Ludwig Seyfarth)

Friedrich Einhoff, 1936 in Magdeburg geboren, studierte von 1957 bis 1962 bei Alfred Mahlau und Willem Grimm an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, wo er 2008 die Plakette erhielt. Im Zusammenhang mit dem Hans Platschek Preis 2009 erschien eine umfangreiche Monographie.

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Publikation im Kerber Verlag.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Galerie.