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Daniel Spoerri
Waschrumpeln

30. April - 12. Juli 2013




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Daniel Spoerri, leidenschaftlicher Sammler kurioser Fundstücke, Archäologe der Trödelmärkte und Großmeister der Assemblage, zeigt in der neuen Ausstellung bei LEVY seine Serie Waschrumpeln. Das inzwischen selbst historische Waschrumpel (Waschbrett) dient dabei als Bühne für seine mal bösen, mal grotesk humorvollen, mal poetischen Erzählungen vom Vogelspinnenmassengrab, dem weinenden Alligatorbaby oder den neugierigen Enten. Dabei verwendet er in der Tradition der Assemblage Materialien wie Muscheln und Korallen, Objekte aus Holz, Metall oder Keramik, naive Fetischfiguren und alte Puppen, galvanoplastifizierte Tierteile oder den Rastazopf eines 72-jährigen indischen Gurus.

Warum Waschrumpel? - „Erstens verschwinden diese frühesten Waschmaschinen mit mühsamem Handbetrieb gerade (...). Einige erinnern sich noch, dass sie die Großmutter gesehen haben, wie sie diese Bretter aus gewelltem Zinnblech und Holz im Waschtrog benutzte. (...) Dann blieben sie aus Sentimentalität eine Generation im Keller stehen und jetzt, da die Erinnerung an die Großmütter und Tanten verblassen, tauchen sie dort wieder auf, wo auch die alten Fotos, Kleider und all der veraltete Plunder sich wieder findet: auf Flohmärkten und in Altwarenläden.
Zweitens: Sie haben ein handliches Format, weil sie ja von Hand – mit beiden Händen – benutzt wurden; als Hintergrund für Assemblagen also sehr geeignet; ähnlich, aber doch verschieden im Detail – sagen wir mal praktisch und optisch interessant.
Drittens: Sie erzählen von Arbeit, von Mühe und Qual der Frauen, vor allem der Armen.“ (Daniel Spoerri)

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Publikation im Kerber Verlag mit Texten von Daniel Spoerri. Parallel wird eine große Einzelausstellung im Museumsberg Flensburg präsentiert.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Galerie.