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Man Ray

Man Ray (1890 – 1976) eröffnete mit seinen revolutionären Akt-, Mode- und Portraitaufnahmen ein neues und zugleich wohl das schöpferischste Kapitel der Photogeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. In New York und dann seit 1921 in Paris war er einer der Protagonisten der dadaistischen und surrealistischen Künstler- und Literaturszene, deren bevorzugter Portrait- und Werkphotograph er werden sollte. Seine ungezwungenen Portraitsitzungen und photographischen Inszenierungen sowie seine technischen Experimente mit Photogrammen („Rayographien“), Solarisation und Mehrfachbelichtungen wurden von seinen Freunden wie Tristan Tzara, André Breton, Max Jacob und vor allem Marcel Duchamp geschätzt und gefeiert. Seine Photographien zählen mittlerweile zu den Inkunabeln der Photogeschichte. Neben seinen Arbeiten für die großen Modemagazine wie Harper`s Bazaar und Vogue lag ein weiterer Schwerpunkt seines Schaffens in der erotischen Photographie.

Man Ray, als Sohn jüdisch-russischer Einwanderer mit dem bürgerlichen Namen Emmanuel Radnitzky in Philadelphia geboren, lebte vor allem in New York, bevor Frankreich seine Wahlheimat wurde. 1976 starb er in Paris.



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